Herzlich willkommen in der Mentoring-Leselernförderung
Lesen ist ja so doof...
...das höre ich viel zu oft von Kindern, die in der Leselernförderung unterstützt werden müssen. "Lesen ist doof, weil ich es nicht kann." Immer mehr Kinder verlieren beim Lesen bereits in der Grundschule den Anschluss an die Klasse. Die meisten Schulen sind mit individueller Leselernförderung überfordert und setzen zunehmend auf externe Leselernhelferinnen und Leselernhelfer. Bildungsarbeit mit Grundschulkindern und Jugendlichen muss gekonnt, aber auch organisiert werden. Hier kommen ehrenamtliche Lesepaten, gemeinnützige Vereine und Bildungseinrichtungen ins Spiel. Mit einem breit gefächerten Angebot an Seminaren, Workshops und Trainings sprechen wir angehende Leselernhelfer, Vorlesepaten, Referenten, Multiplikatoren und Interessierte an. Unser Grund- und Weiterbildungsangebot vermittelt ein ausreichendes Rüstzeug, um erfolgreich mit Kindern und Jugendlichen lesen zu lernen. Gemeinnützige Vereine und Bildungsträger können unsere Angebote zu vorteilhaften Konditionen nutzen.
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Was mich bewegt
Aller Leseanfang ist schwer, für die einen mehr, für die anderen weniger. Wie schwer oder leicht, hängt nicht zuletzt von der Platzierung des Kindes im Sozial-Raum ab. Es macht beim Lesen lernen einen großen Unterschied, wenn dem Kind bereits im frühkindlichen Alter vorgelesen wurde. Das gemeinsame Lesen von Bilderbüchern, das Sprechen über die Inhalte und Erzählen von Geschichten geben einem Kind den Vorsprung auf dem Weg zum Lesen lieben lernen. Ganz anders das Kind, bei dem im familiären Umfeld Bücher keine Rolle spielen. Ein Kind, dem nie vorgelesen oder abends eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt wurde, hat oft bereits beim Start ein entscheidendes Handicap, von dem es durch die ganze Schulzeit begleitet wird. Wenn es Glück hat, dann findet es eine der vielen ehrenamtlich engagierten Mentor-Leselernhelferinnen und Leselernhelfer.
Lesekompetenz ist von fundamentaler Bedeutung, für alle Schulfächer. Denn ohne sinnentnehmendes Leben wird ein Kind keine Textaufgabe lösen können. Lesen können entscheidet über den Abschluss, die Ausbildung, Studium, Beruf und unsere Demokratie. Teilhabe an politischer Meinungsbildung und Mitbestimmung setzt die Fähigkeit zum Lesen voraus.
Demokratische Beteiligung erfordert Medienkompetenz; Informieren – Analysieren – Kommunizieren – Reflektieren. Und Lesekompetenz. Wenn heutzutage 20 % aller Kinder nicht richtig lesen können, dann mache ich mir Sorgen, auch um unsere Demokratie.
Peter Dunger